Antibabypille: Wirkung, Sicherheit & Nebenwirkungen

Auch Zystenbildungen in den Eierstöcken oder das Krankheitsbild der Endometriose lassen sich oft positiv beeinflussen. Die in den Pillen enthaltenen Gestagene haben darüber hinaus einen regulatorischen Einfluss auf die männlichen Geschlechtshormone (Androgene). Störungen im Androgenhaushalt können zu fettiger bzw. unreiner Haut, Akne oder Haarausfall führen. Die Pille kann in diesen Fällen zu einer Verbesserung der Beschwerden führen und wird oft therapeutisch eingesetzt. Für Frauen, die kein Östrogen vertragen, ist die Minipille die Pille der Wahl. Kombinationspillen sollten während der Stillzeit nicht eingenommen werden, die Minipille ist auch für stillende Frauen geeignet. Welche Nebenwirkungen hat die Pille? Die Pille ist seit über 50 Jahren erforscht und wird von den meisten Frauen sehr gut vertragen. Allerdings kann sie, wie alle Arzneimittel auch zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Wie hoch ist das Thrombose-Risiko bei der Einnahme der Antibabypille? Zu den am meisten gefürchteten Nebenwirkungen zählen Thrombosen oder Schlaganfälle. Das Risiko für diese Erkrankungen ist sehr gering, kann aber durch Einnahme der Pille ansteigen, insbesondere wenn gleichzeitig weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen vorliegen, wie etwa Rauchen, Übergewicht, Bettlägerigkeit, lange Flugzeugreisen, Atherosklerose oder Fettstoffwechselstörungen. Generell nicht geeignet ist die Kombinationspille, der Ring oder das Pflaster daher für Frauen mit einem erhöhten Thromboserisiko, d.h. bei Störungen der Blutgerinnung, bei bereits stattgefundenen Thrombosen oder bei Diabetes. Auch bei bestimmten Tumorerkrankungen (z.B. Brustkrebs) darf die Pille nicht angewandt werden. Starke Raucherinnen haben aufgrund des Rauchens u.a. ein erhöhtes Thromboserisiko, welches durch die Pille weiter zunimmt. Eine sorgfältige Abklärung des individuellen Risikoprofils vor der erstmaligen Verschreibung ist ebenso wichtig wie regelmäßige Nachkontrollen. Wieviel kostet die Pille? Die Kosten der Verhütung werden in Österreich nicht von den Krankenkassen übernommen, die einzelnen Präparate kosten etwa um die 10 bis 15 Euro pro Monat. Einige Präparate sind auch in Großpackungen erhältlich (z.B. für drei oder sechs Monate), diese sind im Verhältnis meist günstiger. In den meisten anderen West-Europäischen Ländern ist die Kostenübernahme von Verhütung selbstverständlich, zumindest für Jugendliche und Frauen mit geringem Einkommen.

Viele Mädchen, die mit der Pille verhüten wollen, stehen vor dem Gang zum Frauenarzt vor vielen Fragen. „Ab wann kann mir der Arzt die Antibabypille verschreiben? “, „Brauche ich das Einverständnis meiner Eltern? “, „Kann ich die Pille schon mit 14 bekommen? “. Wir nehmen dir die Ungewissheit und Angst und klären auf: Ab diesem Zeitpunkt darfst du die Antibabypille nehmen. Was genau ist die Antibabypille? Unter der Antibabypille versteht man ein winziges Östrogen-Gestagen-Kombinationspräparat. Niedrig dosiert, wird die Pille als Mikropille bezeichnet, handelt es sich um ein reines Gestagen-Produkt, wird das Ganze als Minipille oder Gestagenpille bezeichnet. Die Pille ist damit also ein hormonelles Verhütungsmittel und nur gegen ein ärztliches Rezept in der Apotheke erhältlich. Zudem schützt die Pille nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Ab wann darf man die Pille nehmen? Wenn man es genau nimmt, gibt es kein Mindestalter für die Pille. Ob und ab wann ein Mädchen die Pille verschrieben bekommt, hängt von der körperlichen, sowie seelischen Reife ab.